letzte Aktualisierung:
Mittwoch, 28. Juli 2010
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Kulturwerk Neckar-Alb
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Interviews
Das erste Interview unserer neuen Rubrik "Interviews" ist direkt zusammenhängend mit unserer Vortragsveranstaltung vom 18. März diesen Jahres. (Rückblick)
Das Gespräch soll ein wenig Einblick in die Gefühls- und Gedankenwelt des Theologen und Autors Oliver Ritter geben.
Sein Vortrag war der Auftakt einer Vortragsreihe bei uns hier, die sich weit in das neue Jahr hineinziehen und am Ende ein wahrhaft gänzliches Bild der Frau und des Mannes und beider zusammen ergeben wird.
Wir sind mit Ihnen gespannt!
KWNA: Was hat Sie bewogen, Bücher über die Rollenverteilung von Mann und Frau zu schreiben? Gibt es nicht schon genug Literatur über dieses Thema?
O.R.: Allerdings, mehr als genug. Aber ich schreibe nicht über "Rollenverteilung".
Das ist ja gerade die Misere, daß Mann- und Frausein heute als Rolle verstanden wird, als etwas Künstliches, Zugelegtes, das man denn auch beliebig modifizieren, stylen und stutzen kann, je nach Saison, so daß beim
Mann z.B. der "Macho", der "Softie" oder der "bewegte Mann" favorisiert wird.
Für mich ist das Frevel, ein äußerst leichtfertiger Umgang mit Gottes
Schöpfung. Und man sieht ja, was dabei herauskommt: Männer wie Frauen sind
völlig verwirrt und ihre Beziehungen dementsprechend chaotisch. Wir sollten
uns wieder auf eine ganz einfach Wahrheit besinnen: Ein Mann ist ein Mann
und eine Frau ist eine Frau. Und beide haben bestimmte Wege, durch die sie
sich selbst erfüllen können. Diese Wege sind leider weitgehend in
Vergessenheit geraten, deshalb habe ich "Magische Männlichkeit" und
"Mysterium Weib" geschrieben. Und es geht ja um noch viel mehr.
Selbstverwirklichung ist die Voraussetzung einer gesunden
Geschlechterbeziehung. Die ist Voraussetzung einer gesunden Familie und
wohlgeratener Kinder. Menschen, die mit sich selbst in Einklang sind, sind
die Voraussetzung einer gesunden Gesellschaft und einer heilen Erde. Sie
sehen, wie wichtig es ist, über Mann und Frau zu schreiben.
KWNA: Wie waren die Resonanzen der Leser der Bücher "Magische Männlichkeit" und "Mysterium Weib"?
O.R.: Wenn ich auf meine Fanpost schaue, sehr positiv. Und zwar gerade von Seiten
der Frauen. Es schreiben mir Frauen zwischen 20 und 80 und alle sind
begeistert, weil sie spüren, daß sich etwas verändern muß. Natürlich wird es
auch Frauen geben, die die Dinge anders sehen. Aber die schreiben mir nicht,
vielleicht weil sie merken, daß ich nicht zu belehren bin.
KWNA: Ist Ihrer Meinung nach die ideale Familienkonstellation die seit Jahrhunderten praktizierte Vater(arbeitet)-Mutter (ist daheim)-Kind-Konstellation?
O.R.: NEIN! Diese Konstellation ist ein typisches Produkt des industriellen
Zeitalters - wenn Sie unter "Arbeit", wie ich vermute, eine fremdbestimmte,
auswärtige Arbeit verstehen. Diese Art Arbeit, eben der lustlose
8-Stunden-Tag mit seinen stupiden Verrichtungen in Büros und Werkhallen
wurde zum Totengräber des Mannes. Millionen Männer meistern sie bis heute
mit einem erstaunlichen Heroismus. "Zähne zusammenbeißen und durchhalten".
Sie verhärten sich, werden zum Roboter, und abends kommen sie mißmutig und
abgekämpft nach Hause und verwandeln sich in ein zeitungsraschelndes Etwas.
Solche Männer können weder ihrer Frau noch Ihrer Familie Kraft geben, sie
sind am Ende! Die Situation hat denn auch zu einer gewaltigen Dominanz der
Frauen im familiären Bereich geführt, bis dahin, daß sie ihre Kinder gegen
den "unerträglichen" Vater ausspielen. Insofern kann man es fast begrüßen,
daß die meisten Frauen heute ganz gerne die Härte des Berufslebens auf sich
nehmen. Das entlastet den Mann ein wenig - wenn er nicht so dumm ist, daß er
ebenfalls arbeitet. Es gibt aber bessere Lösungen als daß sich einer
ruiniert oder beide halb ruinieren (Arbeitsteilung). Ich werde in meinem
Vortrag darauf zu sprechen kommen.
KWNA: Was kann man dann tun, um Frauen nicht zu diskriminieren, die aufgrund ihrer Lebensumstände gezwungen sind, arbeiten zu gehen und "ihren Mann" zu stehen?
O.R.: Diskriminiert jemand diese Frauen? - Doch höchstens die "Ewiggestrigen". Ich
persönlich achte das Selbstbestimmungsrecht eines jeden Einzelnen und wenn
eine Frau "gezwungen" ist, also gegen ihren Willen eine bestimmte Arbeit
verrichten muß, kann man eigentlich nur Mitgefühl haben. Aber wie ich schon
sagte: Es gibt für jedes Problem eine Lösung. Niemand ist verurteilt, ein
Leben in Fremdbestimmung zu führen! Das ist dasCredo meiner Arbeit als
Lebensberater.
KWNA: Was würden Sie unseren männlichen und weiblichen Lesern, in je einem Satz formuliert, mit auf den Weg geben wollen?
O.R.: Beiden das Gleiche: "Sei du selbst!"
KWNA: Wir danken Ihnen für das Gespräch.
Oldenburg, 23. Januar 2008
Das sind wir
Inspiriert von "Kulturwerk Nordschwarzwald" beschlossen wir im Spätsommer '06 Kulturwerk Neckar-Alb ins Leben zu rufen.
Zu den Kulturwerklern im Schwarzwald besteht mittlerweile ausgezeichneter Kontakt. Als erste Veranstaltung von "Kulturwerk Neckar-Alb" fand am 23. September '06 eine Herbst Tag- und Nachtgleichefeier am Rande der Schwäbischen Alb statt. Einen Bericht können Sie in der Rubrik "Veranstaltungen" einsehen.
Vorwiegend wollen wir Kulturelles und Künstlerisches aus unserer Region erforschen und das mittels Konzerten, Ausstellungen, Lesungen, Wanderungen, Jahreskreisfesten etc. präsentieren und vermitteln.
Unser Ziel ist es letztendlich, unsere Heimat mit einer tiefen und ehrlichen Verbundenheit zu erfahren und Menschen mit diesem gleichen Lebensgefühl zusammen zu bringen.
Wir möchten dabei ergänzend wirken...uns nicht einmischen in Bestehendes; nicht Konkurenz sein.
Wir möchten erinnern an das , was auch mal bei uns hier, in unserer Region, Teil der Kultur war, aber mit der
Zeit in Vergessenheit geraten ist.
Warum der Name Neckar-Alb?
Die Idee "Kulturwerke der Regionen" möchte einzelne Regionen in Deutschland in ihrer Vielgestaltigkeit und Vielschichtigkeit erlebbar machen. Letztendlich soll es an vielen Orten in Deutschland Kulturwerke geben. Weitere Ausführungen dazu sind bei unserer Dachorganisation "Kulturwerke Deutschland"' einzusehen.
Die Kulturwerkregionen sind nicht nach einem festen Schema, etwa nach politisch-administrativen Gebieten, benannt. Die Namen sind im Sinne einer groben räumlichen Einordnung zu verstehen.
Für den Namen unseres Kulturwerkes "Neckar-Alb" haben wir uns entschieden, weil der Neckar und die Alb unsere Region in mannigfaltiger Weise geprägt haben, prägen und prägen werden. Neckar und Alb bringen eine Menge an Assoziationen mit sich, die unsere Kulturwerkregion sehr gut beschreiben können. Demzufolge machen wir vor Landkreisgrenzen nicht halt und sind auch außerhalb der Landkreise Balingen, Reutlingen, Tübingen (die Landkreise der politisch-administrativen "Region Neckar-Alb") aktiv.
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Möchtest auch Du Kulturwerkler werden? In der Region Neckar-Alb oder anderswo?
Weitere Informationen unter Kulturwerke der Regionen.
Dachorganisation - Kulturwerke Deutschland
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